Ausflug nach Beckum im Münsterland

Am Freitag um 18.00 Uhr bestiegen wir Hedemanns Schulbus und starteten in Richtung Beckum. Dort angekommen , -es
war schon dunkel -, wurden die Zimmer verteilt und bezogen. Dabei bekamen wir den ersten guten Eindruck von diesem
Haus. Das Abendessen erwies sich als sehr gut und reichlich. Nach dem Essen versammelten wir uns in der Turmklause des
Restaurants, und es wurde bei Bier und Wein geplaudert und gemütlich gesessen. Da der nächste Tag auch noch einer
war, ging man rechtzeitig zur Bettruhe.
Der Sonnabend begann um 9.00 Uhr mit dem Frühstück. Frühsport hieß nun : den Turm mit seiner 128 Stufen zu bestei-
gen. Oben ging sine steife Brise. Der anschließende Waldspaziergang mit Windmühlen – Besichtigung ( von außen) und
Hirschfilmen im Gehege (Siegfried Jarszik drehte seiner ersten IMV – Livefilm) war schnell geschafft.
Auf ging es in den Kegelkeller des Hauses zum Frühschoppen mit Wettkegeln ( fünf in die Vollen ). Frank Kolhosser war
mit 37 Holz absoluter Spitzenreiter. Das Mittagessen fiel heute aus, denn abends war an 5 Gänge – Menü geplant.
Auf dem Hof stand mittlerweile schon der Planwagen mit dem „Bulldoggen“ davor und den nötigen Getränken darin. Kei-
ner ließ sich lange nötigen und es ging wackelnd von hinnen. Das Akkordeon wurde herumgereicht, bis es einer in der Hand
hatte, der darauf spielen konnte. Der Chronist intonierte in chromatisch und chronisch aufsteigenden Halbtonschritten das
obligatorische“Wi mött Wat maken, sägget wi,“ und alles stimmte mit an , prostete sich zu, und so vergingen die Kilome-
ter. Plötzlich schien der Zug Öl zu verlieren, so deutete die lange Spur auf der Straße. Das erwies sich dann aber als Trug-
schluß : Es war Kühlwasser des Filmemachers Siegfried J. Das viele Bier tat seine Wirkung, und so tönte ein lautes
„prrrrrrrr“ zum Bulldoggenkutscher und signalisierte ihm so die nötige Pause. Die Frauen stürmten den Wald und die Män-
ner saumten den Straßenrand und ließen der Sache freien Lauf.
Am Abend wurde das 5-Gänge-Menü serviert, und so mancher Bauch erfreute sich der Zufuhr. Es gab
Suppe, Fischplatte, Fleisch, Pilze, Gemüse, Kroketten,…. und,und,und…,alles nur vom Besten. Etwas schwerfällig sah es aus, als
wir uns dickbäuchig zur Turmklause bewegten. Dort wartete schon der Discjockey mit seiner Platten, um uns in Bewegung
zu bringen. Das gelang ihm auch wider Erwarten. Mit Bier, Wein und sonstigen farbigen und farblosen, geschmackvollen Ge-
tränken waren wir bald mutig genug , die Polonaise über und unter Tische und Bänke vonstatten gehen zu lassen. Auch un-
sere jungen Aktiven kamen wohl ganz gut auf ihre Kosten und aus sich heraus. Über kurz oder lang bzw. früher oder später
wurde das Schlafgemach aufgesucht.
Nachdem Frühstück am Sonntagmorgen erreichte uns die Verlustmeldung über Hedemanns Reisebus : Den hatten’se in der
Nacht zum Sonntag in Neuenkirchen einfach geklaut, zweckentfremdet und ihn in Neuenkirchen wieder abgestellt. So star-
teten wir mit ca. einstündiger Verspätung nach Bochum zum Besuch des Planetariums. Nach einem kurzen Stadtbummel er-
lebten die meisten von uns (anwesend waren alle Teilnehmer) in Liegesitzhaltung, was uns der Sternenhimmel alles zu bie-
ten hat. Auf der Rückfahrt nach Neuenkirchen rasteten wir bei Marl noch zu einer Tasse Kaffee mit Kuchen oder Schin-
kenbrot , machten das übliche Gruppenfoto und erreichten am Abend die Heimat.
D.Brockmann